Großbrand Lagerhalle Winkel

Am heutigen Dienstag, den 13.02., wurden wir am Mittag zu einem Brand in Winkel alarmiert. Ein Feuer, welches scheinbar in einem Wohngebäude entstand, griff innerhalb kürzester Zeit auf eine angrenzende Lagerhalle und eine Autowerkstatt über. Neben der Feuerwehr Oestrich-Winkel wurden auch die angrenzenden Wehren aus Eltville, Geisenheim und Rüdesheim hinzugezogen. 

Offizielle Presseinformation der Feuerwehr Stadt Oestrich-Winkel vom 14.02.2018:

Am Dienstagmittag um 12:36 Uhr wurden die Feuerwehren Winkel, Mittelheim und Oestrich mit dem Stichwort „Wohngebäudebrand in Winkel“ alarmiert. Bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte schlugen bereits Flammen aus dem unteren mittleren Bereich einer Wohnung in dem Gebäudekomplex. Nach Aussage des Gebäudeeigentümers, der mit einem Gartenschlauch und Feuerlöscher erste Löschversuche unternommen hatte, befanden sich keine weiteren Personen im brennenden Gebäude. Somit konnte die Feuerwehr sich auf die Brandbekämpfung konzentrieren. Das benachbarte Gebäude mit Fitnessstudio und Spielhalle sowie ein Wohnhaus in unmittelbarer wurden vorsorglich geräumt. Nach den ersten Erkundungen der Lage wurde für alle bisherigen Feuerwehren im Stadtgebiet und zusätzlich für Hallgarten per Sirene erneut alarmiert. Insgesamt waren zweitweise 10 C-Rohre, 4 Wenderohre (zwei davon mittels Drehleitern) im Einsatz. Zwischenzeitlich gab es Probleme mit der Löschwasserversorgung über das örtliche Leitungsnetz, die kurzfristig mittels einer bereits im Aufbau befindlichen Wasserversorgung vom Rhein her über die B42 für ausreichend Löschwasser sorgte. Hierzu wurde die B42 kurzfristig voll gesperrt und im Nachgang der Verkehr in Richtung Eltville auf 30km – wegen der zu überfahrenden Schlauchleitung – begrenzt. Für die Fahrtrichtung Rüdesheim wurde der Verkehr durch Winkel über Johannisberg umgeleitet. Da sich der Brand rasch auf die Nebenräume ausbreitete, war das Feuer sowohl auf ein angrenzendes Lager mit vielen Fahrzeugen als auch auf die im oberen Bereich vorhandene Wohnung übergegriffen. Zwischenzeitlich waren auch weitere Feuerwehren aus Rüdesheim, Eltville und Geisenheim an die Einsatzstelle nachgefordert wurden. Der Einsatz im unmittelbaren Gefahrenbereich war nur unter schweren Atemschutz möglich und dies erforderte eine hohe Anzahl an Atemschutzgeräteträger. Neben dem Gerätewagen Atemschutz aus Eltville war auch noch der Abrollbehälter Atemschutz der Berufsfeuerwehr Wiesbaden für die vielen erforderlichen Atemschutzgeräte vor Ort. Aufgrund des eingestürzten Daches mit der zum Teil kompletten Dachhaut wurde entschieden mittels eines Krans das Dach zu entfernen um dann besser mittels der Drehleiter von oben das Feuer zu bekämpfen. Hierzu wurde das THW Geisenheim angefordert, die zugleich auch noch den Auftrag bekommen haben für ausreichend Beleuchtung an der Einsatzstelle zu sorgen und für die Einsatzkräfte ein beheiztes Zelt aufzubauen. Weitere Nachlöscharbeiten dauerten über die ganze Nacht an und gingen bis zum frühen Mittwochvormittag. Die Feuerwehr rückte um kurz nach 12 Uhr von der Einsatzstelle ab. Insgesamt waren fünf Personen aufgrund von Rauchgasen rettungsdienstlich untersucht worden und drei wurden auch ins Krankenhaus gefahren. Zur Ermittlung der Ursache des Feuers waren die Brandermittler der Kriminalpolizei Wiesbaden am Mittwochmorgen vor Ort um die Einsatzstelle zu begutachten. Neben der Feuerwehr mit über 100 Einsatzkräften war der Rettungsdienst, THW, die Polizei und die Ordnungspolizei der Stadt Oestrich-Winkel, die Energie- und Wasserversorger und die Notfallseelsorge vor Ort.

Einen guten Eindruck über den Einsatz vermittelt die Video- und Bilddokumentation von Wiesbaden112: